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THERAPIE - DER EINZIGE WEG UM DEN TEUFELSKREIS DER ANAPHYLAXIE ZU DURCHBRECHEN

Wenn man die Situation verbessern will, muss man aktiv werden und sich an spezialisierte Therapiezentren wenden. Vorweg eine Therapie ist langwierig, zeitaufwendig und nicht immer leicht, aber immer noch der einzige Weg der Allergie den Schrecken zu nehmen. Anbei beispielhaft einige Infos wie eine Orale-Immun-Therapie OIT ablaufen kann.

 

Nach dementsprechenden Voruntersuchungen über den weiteren Gesundheitszustand wird die OIT in speziellen Therapiezentren (Klinik oder Krankenhaus) auf der IMCU Intensivüberwachungsstation begonnen. Dabei werden im Vorfeld alle wichtigen Sicherheitsmaßnahmen getroffen, wie die Bereitstellung von Adrenalin (EPI-Pen), Infusionen (Flüssigkeit), Antihistaminika (z.B. Dibondrin) und Glukokortikoid (z.B. Prednisolon). Ebenso wird vorher schon ein Venenzugang gelegt. Unter ständiger Überwachung durch das Pflegepersonal mittels EKG, Blutsauerstoffmessung und intervallmäßige Blutdruckmessung wird begonnen kleinste Dosen des Allergens durch den Mund aufzunehmen. Auch ist immer ein Arzt oder eine Ärztin auf der Station anwesend.

 

Die orale Aufnahme wird in gewissen Zeitabständen mit immer höher werdender Dosierung (wir reden hier von wenigen Milligramm) wiederholt. Die sicher vertragene Dosierung (kleine Nebenwirkungen erlaubt) bildet dann die tägliche Basisdosis (daheim einzunehmen) für die kommenden Wochen (meist 2-4 Wochen). Dabei gibt es gewisse Regeln zur Einnahme (vorherige Überprüfung auf Krankheit oder Fieber, Ruhepause von ca. 1-2 Stunden unter Überwachung der Eltern, etc.). Nach Ablauf dieser ersten Stufe ist wieder ein tagestationärer Aufenthalt im Therapiezentrum vorgesehen um auf die nächste Dosis aufzudosieren. Diese wird dann wieder für einige Wochen beibehalten, usw.

Nach Erreichen der Therapiehöchstdosis (dauert so zwischen 0.5 bis 1.5 Jahre) kommt man in die Erhaltungsphase wo dann die tägliche Dosis immer gleich bleibt und meist lebenslang eingenommen werden muss um den Schutz durch die Therapie nicht wieder zu verlieren. Nach ca. einem Jahr in der Erhaltungsphase wird dann der Therapieerfolg z.B. durch eine Provokation beurteilt und wenn passend die Spurenfreigabe erteilt. Die Höhe der Erhaltungsdosis soll dann so abgestimmt sein, dass ein unbeabsichtigter Verzehr des Allergens keine bedrohlichen Auswirkungen mehr hat. Allerdings ist es nicht als Therapieziel vorgesehen das Allergen dann in größeren Mengen verzehren zu können.

Aus Erfahrung von vielen Eltern betroffener Kinder, kann man sagen, das Ganze spielt sich mit der Zeit ein. Die Ärzteschaft, aber auch wir Eltern lernten das Verhalten und die möglichen Probleme der Kinder richtig zu lesen, womit im Verlauf der Therapie bei den meisten Fällen ein etwas lockerer täglicher Umgang möglich wurde.

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