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STUDIE ÜBER DIE TÖDLICHEN FOLGEN EINER VERZÖGERUNG BEIM EINSATZ DES EPI-PEN

Leider zögern viele Patienten und Begleitpersonen aus Ängstlichkeit den EPI-Pen sofort zu verabreichen, wenn Symptome auftreten oder der EPI-Pen liegt irgendwo herum und wird nicht körpernah mitgeführt. Dieses Handeln kann fatale Auswirkungen haben. Die Universität of Bristol hat dazu ganz aktuell eine Studie zu Todesfällen veröffentlicht, welche folgende Leitsätze auf tragische Weise bestätigt:

EPI-PEN FAST / EPI-PEN FIRST bzw. FAST, FASTER EPI-PEN

Einige kurze ins Deutsche übersetzte Ausschnitte daraus:

"In 74 % der Fälle wurde vor dem Herzstillstand kein Adrenalin-Autoinjektor (AAI), wie beispielsweise ein EpiPen, oder nur eine einzige Dosis verabreicht.
37 % (7) der 19 Kinder hatten keinen AAI bei sich, was einen wichtigen Ansatzpunkt und einen Bereich für Verbesserungen hinsichtlich dieses potenziell lebensrettenden Medikaments aufzeigt
In 6 Fällen hatten das Kind oder die Betreuungspersonen keinen AAI bei sich, und in einem Fall war nur ein AAI verfügbar, wodurch die sofortige Verabreichung einer zweiten Dosis verhindert wurde.
Die durchschnittliche Zeit vom Auftreten der Symptome bis zum Herzstillstand betrug in den 12 Fällen, für die Daten vorlagen, 14 Minuten, was das kurze Zeitfenster verdeutlicht
In allen 19 Fällen erlitt das Kind einen Herzstillstand, bevor es eine Notaufnahme erreichte. Davon waren 9 (47 %) zwischen 15 und 17 Jahre alt, 8 (42 %) zwischen 10 und 14 Jahre alt und 2 (11 %) unter 10 Jahre alt."

"Dr. John Covney, der Hauptautor der Studie vom Bristol Children’s Hospital, fügte hinzu: Unsere Untersuchung ergab zudem, dass Atemwegs- und Atemprobleme die häufigsten Ursachen für tödliche, lebensmittelbedingte Anaphylaxie bei Kindern waren. Die Richtlinien des NHS konzentrieren sich derzeit bei der Notfallversorgung auf Herz- und Kreislaufversagen; unsere Ergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass der Schwerpunkt auf Atemproblemen liegen sollte, da diese bei den von uns analysierten Fällen die mit Abstand häufigste Todesursache darstellten. Kreislaufprobleme ohne Atemprobleme waren selten, was darauf hindeutet, dass aktualisierte Leitlinien in diesen kritischen Situationen der Behandlung der Atemwege und der Atmung Vorrang einräumen sollten.“

"Dr. Ben McKenzie, Notarzt an der University of Melbourne und einer der Hauptautoren einer ebenfalls vorgestellten australischen Analyse, der ebenfalls auf tragische Weise seinen 15-jährigen Sohn durch eine lebensbedrohliche allergische Reaktion auf Lebensmittel verloren hat, sagte: Diese britische Studie bestätigt unsere australischen Erkenntnisse, dass tödliche Nahrungsmittelanaphylaxie durch eine Verengung der Atemwege in der Lunge verursacht wird. Wir müssen die Rettungskette bei Anaphylaxie fördern – Hilfe holen, Adrenalin verabreichen und – für medizinisches Personal – vorrangig Sauerstoff in den Körper bringen. …“

Zum Orginalbeitrag der Universität Bristol

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