allergy.co.at

für alle, die
etwas "anders" sind

Infos, Produkte und Hilfe für Menschen mit Histaminintoleranz, Allergien, Lebensmittelunverträglichkeiten oder anderen speziellen medizinischen Bedürfnissen.

Allergene beim Einkauf, Restaurantbesuch und im Alltag

Wo können überall Allergene versteckt sein und wie schütze ich mein Kind schon im Vorfeld. Ein kommentierter Kurzauszug aus den Verordnungen mit Tipps für den Alltag

 

Die Allergeninformationsverordnung betrifft unverpackte Lebensmittel, z.B. im Restaurant, beim Bäcker, beim Imbiss, etc.

Grob erklärt ist der Unternehmer dazu verpflichtet Informationen über Stoffe (Allergene) die bei Herstellung und Zubereitung verwendet werden leicht zugänglich zur Verfügung zu stellen. Bei mündlicher Weitergabe der Information hat dies durch eine nachweislich geschulte Person zu erfolgen.

Zu berücksichtigende Allergene sind:

  • Glutenhaltige Getreide (d.h. Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel, Kamut oder deren Hybridstämme) und daraus gewonnene Erzeugnisse
  • Krebstiere und daraus gewonnene Erzeugnisse
  • Eier und daraus gewonnene Erzeugnisse
  • Fische und daraus gewonnene Erzeugnisse
  • Erdnüsse und daraus gewonnene Erzeugnisse
  • Sojabohnen und daraus gewonnene Erzeugnisse
  • Milch und daraus gewonnene Erzeugnisse (einschließlich Laktose)
  • Schalenfrüchte, d. h. Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse, Kaschunüsse, Pekannüsse, Paranüsse, Pistazien, Makadamianüsse und Queenslandnüsse und daraus gewonnene Erzeugnisse
  • Sellerie und daraus gewonnene Erzeugnisse
  • Senf und daraus gewonnene Erzeugnisse
  • Sesamsamen und daraus gewonnene Erzeugnisse
  • Schwefeldioxid und Sulphite in Konzentrationen von mehr als 10 mg/kg oder 10 mg/l
  • Lupinen und daraus gewonnene Erzeugnisse
  • Weichtiere und daraus gewonnene Erzeugnisse

Achtung Erdnüsse sind keine Nuss, sondern wie Soja eine Hülsenfrucht.

Bitte keine Scheu davor die Informationen zu verlangen. Erfahrungsgemäß ist das Gespräch mit einer leitenden Person (Küchenchef, Serviceleitung, Geschäftsführung) von Vorteil, immer mit dem Hinweis, dass es sich um eine ernst zu nehmende lebensbedrohliche Allergie handelt. Bitte auch an verwendete Gewürze, Öle etc. denken. Je mehr Convenience Food in der Küche verwendet wird, umso genauer sollte man hinschauen und nachlesen lassen.

 

Die Lebensmittelinformationsverordnung betrifft verpackte Lebensmittel, z.B. im Supermarkt, Discounter, etc.

Grob erklärt ist der Hersteller/Inverkehrbringer dazu verpflichtet Zutaten und Verarbeitungshilfsstoffe die im Enderzeugnis vorhanden sind und Allergien auslösen können anzuführen (gleiche Allergene wie oben angeführt).
Zutaten sind immer Bestandteile des Rezeptes und werden bewusst im Produkt verwendet. Dabei gibt es bei den Allergenen keine mengenmäßige Untergrenze wie bei anderen Zutaten, sondern diese sind immer anzuführen.

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit freiwilliger Informationen über das mögliche und unbeabsichtigte Vorhandensein von Stoffen oder Erzeugnissen im Lebensmittel, die Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen. Dies wird allgemein als Spuren bezeichnet, obwohl der Begriff in der Verordnung gar nicht vorkommt. Ebenfalls gibt es keinerlei rechtliche Mengendefinition, eine Spur kann also durchaus eine sehr große Menge sein. Hauptsächlich besteht die Gefahr von Spuren, wenn beim Transport, im Herstellungs- oder Abfüllbetrieb auch Produkte mit anderen Rezepturen transportiert, hergestellt oder abgefüllt werden.

Die Zutaten und Spuren auch bekannter Produkte sollten bei jedem Einkauf immer wieder nachgelesen werden. Die Rezeptur kann sich ändern, das gleiche Produkt kann an verschiedenen Standorten produziert unterschiedliche Spuren haben, eine bekannte Marke nach Besitzerwechsel andere Rezepturen haben.

 

Einige Beispiele wo noch auf Allergene aufzupassen ist

In Kosmetika, Seifen, Duschgel, Shampoo, Cremes, Pflegeöle, Feuchtklopapier kommen gerne Stoffe aus Schalen- und Hülsenfrüchten zum Einsatz, aber auch in Medikamenten (z.B. Fieberzäpfchen) und Spiel- und Bastelzubehör (Knetmasse, Wachskreiden, Malfarben) wurden Allergene gefunden.

Darum gilt es immer Nachzulesen oder notfalls beim Hersteller nachzufragen. Gerade im Medizin- und Kosmetik-Pflegemittelbereich werden oftmals die englischen oder lateinischen Bezeichnungen der allergieauslösenden Stoffe verwendet. Als Hilfe kann ein Online-Übersetzungsprogramm genutzt werden.

Viele Lebensmittel werden oft mit günstigeren Zutaten gestreckt, was man so zuerst nicht unbedingt erwarten würde, z.B. Würstchen enthalten außer Fleisch oft viele andere Zutaten.

Derzeit befinden sich keine Artikel im Warenkorb.

Newsletter

Über eine Anmeldung zu meinem Newsletter würde ich mich freuen. Sie erhalten dann etwa alle zwei Monate Infos über Neuigkeiten auf dieser Seite.


mehr Informationen

Vom Newsletter abmelden

Gestalte Dein Leben selbst, sonst wird es die Umwelt für Dich tun • allergy.co.at – Die Informationsseite für Allergiker und Menschen mit Histaminintoleranz